Centre sociétaire

Ein Vereinsgebäude
für die Gemeinde Leudelingen

Brochure

  


Ein Rückblick

Schon das frühere Schöffenkollegium hatte einsichtig beschlossen, das zentral gelegene einstige Café Arendt (heutige "Brassserie de la Place") zu kaufen, um dort ein Kulturzentrum entstehen zu lassen.
ln der notariellen Verkaufsakte vom 13.11.1992 ist die Zweckbestimmung dieses Immobilienerwerbs nachzulesen :
Acte d'acquisition d « Café Arendt» (16,60 ares). Motif de l'acquisition suivant acte: «dans un but d'utilité publique, à savoir:

la construction d'un centre culturel situé dès lors directement en face de la Mairie

le réaménagement de la construction actuelle et plus particulièrement la salle de fête avec scène, pouvant alors contenir dans les 200 personnes»

Unterzeichnet wurde die Akte, die ausschlaggebend war für die heutige Standortwahl, von den Verkäufern A. Arendt und H. Roth, von Bürgermeister F. Conter, sowie den Schöffen J.-P. Sunnen und P. Wester.
Am 27. September 1996 erwarb die Gemeinde von den "Consorts Meyer" auch das neben der "Brasserie de la Place" liegende Anwesen/Gelände (18,70 Ar), das heute im Wesentlichen als Parking dient.
Als Begründung wurde in der notariellen Akte festgehalten :

« l'acquisition des immeubles est réalisée en vue d'un projet d'urbanisation récent dans ce secteur ».

Unterzeichnet ist die Akte durch : M. Wirtgen, J. Greisen, R. Mousty, A. Meyer und M. Meyer. Für den Schöffenrat unterzeichneten F. Conter, P. Wester, A. StreitzKlein.

Die kommunalpolitischen Prioritäten wurden danach zwar nicht mehr auf eine Verwirklichung des Kulturzentrums gelegt, von deren Notwendigkeit aber zu keinem Zeitpunkt Abstand genommen wurde.

Neuer Anlauf

Am 12. Juli 2002 wurde die Gemeindeführung in einer Gemeinderatsitzung an ihr Engagement erinnert, auf dem erworbenen Areal ein Kulturzentrum zu errichten. Das damalige Gemeinderatsmitglied Rob Roemen hatte als Denkanstoss eine Skizze anfertigen lassen, die sich mit dem Umbau der Brasserie de la Place befasste.
Der Antrag wurde von der damaligen Gemeinderatsmehrheit abgewiesen, weil er nicht auf deren Prioritätenliste stand. Aber niemand stellte die Notwendigkeit eines Kultur- oder Vereinszentrums in Frage.
Nach umfassender Analyse stellte sich auch heraus, dass das Gebäude für einen Umbau zu klein war und sich in einem maroden Zustand befand.
Das Projekt wurde bei den Wahlen von 2005 wiederum thematisiert. Die beiden Kandidatengruppen hatten die Schaffung eines Kultur- oder Vereinszentrums zu ihren Prioritäten erklärt.

Das neue Schöffenkollegium nahm sich nun dieser Herausforderung neu an, um dem akuten Platzmangel für die Vereine endlich abzuhelfen. Es war klar, dass die Sporthalle als alleiniger Versammlungsort für die Vereine weder ausreichend noch geeignet war.

Ein Wahlversprechen wird erfüllt

In der Schöffenratserklärung von November 2005 wurde verbindlich festgeschrieben:
«Priorität hat die Schaffung eines Kulturzentrums, das im Wesentlichen dem Kulturleben und den Vereinen zugute kommen soll. Gemeinsam mit allen Betroffenen werden wir unverzüglich die Beratungen über dieses anspruchsvolle Projekt beginnen. Wir planen dies unvoreingenommen zu tun, deshalb wollen wir auch keinerlei Vorbedingungen an die Aufnahme des Dialogs knüpfen.
Dieses Kulturzentrum, das eher als Vereinshaus betrachtet werden sollte, soll allen
Vereinen die Möglichkeit geben, dort ihre Treffen und Veranstaltungen in einem angemessenen Rahmen abzuhalten ».

Der Gemeinderat, dem zunächst unterschiedliche Projekte vom Schöffenrat vorgelegt worden waren, sprach sich, nach ersten Beratungen der Bautenkommission, in seiner Sitzung vom 8. März 2007 zugunsten der traditionellen Bauweise aus (ein ebenfalls ansprechendes Projekt mit modernerem Touch wurde abgewiesen).
In seiner Sitzung vom 11. Mai 2007 nahm der Gemeinderat eine punktuelle Abänderung des Bebauungsplanes und eine Zonenreklassierung vor, um die
urbanistischen Voraussetzungen zu schaffen. Gegen diesen Beschluss wurden keinerlei Einwände aus der Bevölkerung eingereicht.
Nach ausgiebigen Konsultationen mit dem Gemeinderat, die mit den Vereinen (am 16., 17. und 18.07.2007) noch vertieft wurden, wurden mehrere Entwürfe vom Architektenbüro vorgelegt.

Das definitive Projekt

Das Projekt nahm seine definitive Form an, wobei zusätzlichen Anregungen der Vereinsvertreter Rechnung getragen wurde. Außerdem wurde versucht, verstärkt auf die Sorgen von anliegenden Mitbürgern einzugehen.
Am 20. August dieses Jahres wurde dann, in einer informellen Sitzung, das Vorprojekt den Gemeinderatsmitgliedern vorgestellt. Als wesentliche Umänderung des in Niedrigenergieweise geplanten Vereinsbaus ist nunmehr Parkraum mit einem Fassungsvermögen von rund 50 Plätzen im Untergeschoss hinzugekommen. Im Außenbereich dieses Grundstücks bleiben 31 Parkplätze, bestehen. Es soll dem zunehmendem Verkehr im Dorfzentrum, sowohl bei Tage als auch abends, Rechnung getragen werden.
Das neue Gebäude gliedert sich problemlos in das Dorfzentrum ein, ist die Gebäudehöhe doch identisch mit den sich angrenzenden Häusern.
Das Projekt ist außerdem nicht mehr an bestehende Gebäude angebaut. Dies ermöglicht späterhin eine einfachere Bebauung des Dorfkerns und eine optimale Zulieferung des Vereinsgebäudes.

Auch das "Café-Brasserie" (Restaurant) mit Terrasse soll seine wichtige Rolle im sozialen Dorfgefüge behalten. So bleibt es klar erkennbar zum Dorfplatz ausgerichtet. Zwei Wohnungen sind außerdem im Obergeschoss vorgesehen, um Brasserie-/Restaurantmieter und/oder« Concierge» unterzubringen.
Das nach der Hinterseite ausgerichtete Vereinsgebäude hat auf dem ersten Stockwerk einen für 500 Personen ausgerichteten, einteilbaren Fest-/Versammlungssaal mit Bühne und Ausschank. Bislang in der Sporthalle abgehaltene kulturelle (und andere) Veranstaltungen werden zukünftig in geeigneten Räumen stattfinden können.
Ein wesentliches Ziel wird erreicht, indem den Vereinen angemessene Räumlichkeiten für ihre wöchentlichen, monatlichen oder gelegentlichen Versammlungen im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt werden.

Der Leidelenger Musek wird der größte Raum zugesprochen, dies mit allen modernen akustischen Anforderungen. Der Gesangverein erhält ebenfalls ein eigenes Lokal. Auch der Club des Jeunes soll sich autonom in den neuen Räumen entfalten können, wobei ein separater Eingang und Sanitäranlagen eingeplant sind.
Alle anderen Vereine teilen sich modulierbare Räume, in denen jeder seine festen Aufbewahrungsmöglichkeiten bekommen wird.

Eine großzügig angelegte Küche steht zudem sämtlichen Vereinen zur Verfügung. Eine geräumige überdeckte Terrasse kann von den Vereinen für sommerliche Veranstaltungen genutzt werden.

Aufwertung des Dorfzentrums

Das Dorfzentrum, als sozialer Sammelpunkt der Bürger und eine perfekte Eingliederung in die bestehenden öffentlichen und privaten Infrastrukturen, das ist das gesteckte Ziel dieses anspruchsvollen Projektes.
Eine Ausgliederung auf die grüne Wiese kam nicht in Frage. Die Gemeindeführung setzt auf eine sinnvolle Entwicklung des Dorfkerns. Der Standort steht denn auch in vollem Einklang mit der Zielsetzung, eine Aufwertung des Dorfkerns anzustreben.
Zur Zeit wird auch über ein zentrales Heizsystem nachgedacht. Eine diesbezügliche Entscheidung könnte innerhalb der nächsten Monate fallen.
Sollte die Genehmigungsphase zügig voranschreiten, wird mit dem Baubeginn im April 2008 gerechnet. Die Bauphase wird auf 2 Jahre geschätzt.
Der Kostenvoranschlag des Vorprojekts beläuft sich nach ersten Einschätzungen auf rund 9.100.000 €.

Technische Beschreibung

Das Projekt beinhaltet den kompletten Abriss des bestehenden Gebäudes.
Um die Bauphase möglichst kurz zu halten, wird das neue Projekt in BetonFertigbauweise hergestellt.
Das gesamte Bauvolumen beläuft sich auf rund 21.000 m3.
Dies ergibt eine Nutzfläche von 5.200 m2.
Da das gesamte Gebäude in Niedrigenergiebauweise gebaut wird, ist die Gebäudehülle besonders gut gedämmt.
Dies ermöglicht einen Mindestaufwand (ca. 1/3), was die Heizkosten betrifft.
Auch wird auf erneuerbare Energie gesetzt: Holzhackschnitzelanlage als Gesamtheizkonzept für die Gemeindegebäude.
Zusätzlich ermöglicht eine kontrollierte Lüftung den optimalen Luftwärmeaustausch.
Auch ist an eine Regenwassernutzung gedacht worden, dies dank der großen Dachflächen. Sie soll die Sanitäranlagen und den Außenbereich versorgen.
Der Innenausbau wird in einem modernem und lichtfreundlichem Konzept realisiert.
Die Materialien sollen keineswegs kostensprengend sein, aber von guter Qualität.
Dies bezügliche Projekte wurden in vergangener Zeit von den beauftragten Planungsbüros erfolgreich umgesetzt.

 



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